Die klassische Werbeagentur hat ausgedient!

In der neuen Marketingwelt überlebt nur derjenige, der einen technologischen Kern in sich trägt. Die Lage für alte Werbegrößen wird zunehmend schwierig. Die weltweit wertvollste Marke heißt Amazon, die Marke mit dem stärksten Wertzuwachs ist Instagram, dicht gefolgt von Netflix. Wer das aktuelle Markenranking studiert, sieht auf einen Blick, wie gravierend sich die Medienlandschaft verändert hat.

Die Zahl der Medienkanäle ist explodiert, die Kundenansprache hat sich personalisiert. Eins-zu-eins-Kommunikation, maßgeschneidert und möglichst unaufdringlich, hat die frühere, mitunter überhebliche Werbebotschaft abgelöst. Die großen Gewinner der neuen Medienwelt heißen Facebook, Instagram, Google und Youtube. Sie vereinen mehr als die Hälfte der digitalen Werbeausgaben auf sich. Einen Vermittler in Form einer Agentur benötigen sie oft nicht, sie suchen den direkten Kontakt zu den Werbekunden.

Unternehmen gründen immer häufiger Inhouse-Agenturen, um Fachwissen im eigenen Haus aufzubauen. Oder die Kunden lassen sich von externen Dienstleistern beraten. Auch dieser Trend macht den klassischen Werbeagenturen, deren DNA nicht aus einem festen digitalen Kern besteht, zu schaffen. Agenturen haben keine jahrzehntelange Haltbarkeitsdauer. Sie müssen sich immer wieder zerlegen und neu zusammensetzen: „Disruption!“

 

Dieser Artikel spiegelt wider, was wir als Grafikdesigner im alltäglichen Geschäft erleben. Ein Festhalten an „das haben wir schon immer so gemacht“ funktioniert im schnelllebigen Geschäft mit sich immer weiter entwickelnden Endgeräten und diesen folgenden (sozialen) Kommunikationskanälen heutzutage einfach nicht mehr. Mediale und artifiziellen Kompetenzen, speziell, wenn es um die vielfältigen Neuen Medien, die sich immer wieder neu anpassende Web-Technologie oder diese eigene, in sich geschlossene, aber doch so extrovertierte Welt der Social-Media, ändern sich mit jedem technischen Sprung.

„Klassische“ Werbeagenturen geraten immer öfter in die oben dargestellte Sackgasse. Kreative Leistungen, angepasst an aktuelle Umstände, nehmen im Gesamtvolumen der täglichen Arbeit ab. Zusehends „verkommen“ die Werbeagenturen immer mehr zu PowerPoint-Präsentations-Dienstleistern und Stock-Fotografie-Usern. So verpasst man den Anschluss – auch an viele New-Media-Projekte. Das Zauberwort für viele Agenturen ist „Auslagerung“ – sowohl die technische (Web-)Seite, wie auch die allumfassenden Online-Dienstleistungen. Sie engagieren hochspezialisierte Experten, die dann meist nicht mit allen (strategischen) Informationen ausgestattet werden, um ihren Job zur vollsten Zufriedenheit erfüllen zu können. Im schlimmsten Fall sind Freelancer dann nach Projektabschluss nur mehr für einen begrenzten Zeitraum verfügbar und wenn der Kunde nach längerer Zeit Änderungen, Korrekturen oder Ergänzungen beauftragt, sind manche von ihnen gar nicht mehr greifbar – das Ganze Prozedere beginnt von vorne!

Anstatt alle Beteiligten an dem Prozess partizipieren zu lassen, schrauben Agenturen die angelieferten Grafiken, Texte oder Webapplikationen zu einem Vehikel zusammen, dass zwar fährt, aber sich mit anderer Lösungen nicht messen kann.

 

Wir sind anders und das möchten wir Ihnen gerne beweisen!